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Die Land- und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft
Niederbayern/ Oberpfalz und Schwaben informiert:
Rücken mit Tücken
Das Rücken von Fixlängen mit funkgesteuerten Forstwinden birgt ein hohes Verletzungs-/Todesrisiko.
Wie vom Langholzrücken gewohnt, geht der Rücker am Anschlagpunkt neben dem Holz her.
Bei Fixlängen bedeutet dieses Nebenhergehen ein hohes Risiko:
Setzt sich der Kurzholzstamm an einem Hindernis in Zugrichtung fest, schlägt der Stamm blitzschnell über den Anschlagpunkt nach vorne:
Der Stamm kommt von oben, von links oder rechts und trifft den Rücker mit Wucht am Kopf, Rumpf oder an den Beinen.
Durch die gestaute Zugkraft der Forstwinde und durch das Gewicht des Stammstückes werden auf den betroffenen Menschen enorme Kräfte übertragen. Entsprechend schwer (oder tödlich) sind die Verletzungen.
Hinterher-Gehen schützt
Wer bei angeschlagenen Fixlängen hinter der Last hergeht, befindet sich im weitgehend sicheren Bereich. Dies gilt für einen Rückebereich, der einsehbar und ohne größere Steigungen ist.
Im steilen Gelände und bei hindernisreicher Umgebung (Felsblöcke, Wurzelausläufer, Astmaterial) gelten andere Regeln.
Hier muss der Rücker immer außerhalb des Gefahrenbereiches der Winde und der angeschlagenen Last bleiben.
Wer sicher rücken will und mehr über Seilwindeneinsatz wissen möchte, meldet sich an der Waldbauernschule in Kelheim (Goldberg, Tel. 09441/6833-0; www.waldbauernschule.de) für einen Seilwindenkurs an.
Seilwindenbesitzer können durch die Außendienstmitarbeiter der Land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ihre Forstwinde auf Betriebssicherheit überprüfen lassen. Dies ersetzt nicht die gesetzlich vorgeschriebene Windenprüfung, gibt aber wertvolle Hinweise zum Einsatz und zur kostensparenden Prüfung (für Augsburg Heidi Diesenbacher, Tel. 0821/4081-246; für Landshut Monika Maier, Tel. 0871/696-440).
Fritz Allinger
LBG NOS
